Die Balance von Körper und Seele in den Wechseljahren

In der Zeit der Wechseljahre ist es sehr wichtig die Innere Balance zu bewahren. Yin und Yang befinden sich dann häufig im Ungleichgewicht. Die „Innere Mitte“ muss neu gefunden werden.

Das bedeutet auch sich Zeit nehmen für sich selbst. Ruhe und Entspannung finden und einmal den Blick nach innen richten. Sich selber wieder spüren und sich einfach wohlfühlen in der eigenen Haut. Schließlich werden wir in unsere „Hülle“ hineingeboren und können selbst bestimmen ob wir uns darin wohlfühlen wollen oder nicht. Ändern können wir daran nichts. In den Wechseljahren befinden wir Frauen uns in einem Alter in dem wir wissen, dass wir an bestimmten Gegebenheiten einfach nichts ändern können. Aber wir können uns endlich damit arrangieren und aufhören uns selbst unter Druck zu setzen. Kein Mensch ist perfekt. Mehr Gelassenheit führt zu mehr Großzügigkeit gegenüber sich selber und auch gegenüber anderen.

Durch Atmung zur Ruhe kommen und aus der Stille Kraft schöpfen
In den Wechseljahren durch Entspannung zu mehr Gelassenheit finden

Man kann einfach geniessen nur da zu sein – es geschehen lassen.

Zeit alleine verbringen

Manchmal braucht es nicht viel, einfach nur inne halten und den Atem fließen lassen. Durch ruhiges Atmen kommt der Körper zur Ruhe und es stellt sich ein Zustand der Gelassenheit ein. Gerade dann, wenn die Welt um einen herum tobt und man glaubt es nicht mehr aushalten zu können, sollte man solch eine kleine Pause einbauen.

Das müssen viele Frauen erst wieder lernen. Denn am Ende sind wir alle alleine. Der Ehemann, Partner oder Freund und auch die Kinder und Freunde begleiten uns nur eine zeitlang durch unser Leben. Je besser wir mit uns selbst klar kommen um so besser ist das auch für unser Umfeld.

 

Balance von Körper und Geist
Sind Körper und Geist im Einklang geht es uns gut

 

Die Frauen nehmen wahr, dass ihr Leben nicht unendlich ist. Das kann Panik hervorrufen. Aber die Wechseljahre sind auch eine Chance sich selbst und die eigene Lebenssituation zu überprüfen.
Es gibt Selbstbewusstsein und Kraft, wenn man einmal etwas alleine unternimmt. Man fühlt sich hinterher stark, weil man weiß, dass man es kann.

Wer schon einmal eine Wanderung ganz für sich alleine unternommen hat, weiß wie frei man sich fühlen kann. Keine Unterhaltung mit einer anderen Person, die einen aus der eigenen Gedankenwelt bringt. Niemand der einem Ablenkung bringt. Allerdings kann das auch quälend sein, denn man wünscht sich nichts mehr als mit einem anderen Menschen zu sprechen. Da ist aber niemand mit dem man sprechen kann und das ist auch gut so. Man ist gezwungen seine Umgebung sehr genau wahrzunehmen. Man ist mit sich selbst konfrontiert.

Wahrend ich gehe läuft die Welt an mir vorüber. Im Atmen werde ich gelassen.
Mit dem Gehen kommt die Ruhe und ich atme tief den Duft dieser Welt und laufe mit Gelassenheit meiner Zukunft entgegen.

Im Gehen entsteht ein Rhythmus und auch die Atmung passt sich an. Man muss sich auf den Weg konzentrieren. Man muss sich auf den Weg machen.

Die Gedanken laufen und das Laufen unterstützt diesen Prozess. Nach einer Weile kommt man zur Ruhe. Durch die gleichmäßige Bewegung wird alles stabilisiert. Der Körper schaukelt sich ein. Links – Rechts – alles kommt ins Gleichgewicht – die Bewegung und das Denken.

Gehen ist die ursprünglichste und natürlichste Art der Bewegung. Es macht uns ruhig und glücklich.

Um Körper und Geist in Balance zu halten ist ein regelmäßiges Training erforderlich. Das äußere Gleichgewicht ist Voraussetzung für die innere Stabilität.  Ist der Körper in der Lage das Gleichgewicht zu halten, so hat das für Psyche und Körper einen positiven Effekt. Das Trainieren des Gleichgewichts fordert die Muskeln und fördert gleichzeitig die Konzentration. Gehen, Walken oder Laufen sind nur einige Möglichkeiten um den Körper täglich in Bewegung zu halten. Es gibt gezielte Übungen um den Körper in Balance zu halten. Für das Stehen auf einem Bein oder das Stehen auf den Zehenspitzen werden nicht nur die Muskeln trainiert sondern auch die Konzentration. Je besser wir unser Gleichgewicht schulen um so besser ist das auch für unser Gehirn.

Yoga oder Radfahren sind besonders geeignet um das Gleichgewicht zu trainieren. Beim Stand auf einem Bein ist es normal zu wackeln. Unsere Muskeln gleichen diese Schwankungen aus. Allerdings ist ein schlechtes Gleichgewicht oftmals auch die Folge eines passiven Lebensstils mit wenig Bewegung. Das ist ein Teufelskreis den es unbedingt zu durchbrechen gilt.

 

Wechseljahre und Schwangerschaft

Viele Frauen werden regelrecht überrollt vom Eintreten der Wechseljahre. Der monatliche Zyklus wird unregelmäßig. Man kann sich nicht mehr wirklich darauf verlassen. Frauen die bereits mehrere Kinder geboren und großgezogen haben, sehen dem Eintritt in die Menopause vielleicht gelassener entgegen. Sie haben bereits ihre Kinder und wünschen sich auch keine weiteren mehr. Sie wollen nachts durchschlafen und haben keine Lust mehr Windeln zu wechseln. Sie haben auch keine Lust mehr auf Spielgruppen und Kindergartenfeste. Und sie wollen auch keine endlosen, kräftezehrende Diskussionen mit pubertierenden Kindern mehr  führen.

Kurzum, sie freuen sich auf eine wieder gewonnene Freiheit: „Mein Leben gehört wieder mir!“ 

Ein  leichtsinniges Verhalten bei der Verhütung kann jedoch zu einer ungewollten Schwangerschaft führen. Viele Frauen lassen sich von diesem neuen Lebensgefühl verführen und denken oft: „Es wird schon nichts passieren“. Das kann jedoch ein gravierender Fehler sein. Eine Schwangerschaft ist immer noch möglich.

Eine Schwangerschaft kann aber auch Frauen treffen, die ein Leben lang versucht haben schwanger zu werden. Für diese Frauen ist eine Schwangerschaft ein absoluter Glücksfall.

schwanger in den Wechseljahren
Mit 40 Jahren und älter endlich doch noch schwanger

In letzter Zeit scheint es regelrecht „In“ zu sein jenseits der 40 noch ein Kind zu bekommen.

Viele Frauen haben nun beruflich eine Stufe erreicht auf der sie sich eine Babypause gönnen können. Erst die Karriere, dann Familie und die Kinder. Und das geht oft erst in diesem Alter. Oftmals haben diese Frauen verantwortungsvolle Posten inne und verdienen viel Geld. Diese Frauen bereiten sich in der Regel nun bewusst auf die Schwangerschaft vor. Sie überlassen nichts dem Zufall und sind relaxed im Umgang mit ihren Neugeborenen und genießen die Entwicklung ihrer Kinder. Sie sind sich darüber bewusst, welch ein Geschenk es ist ein Kind zu haben und welch ein Wunder die Geburt eines kleinen Menschen ist.

Die Geburt eines Kindes ist das größte Abenteuer des Menschen. Kein Erlebnis ist so großartig wie ein Kind zu bekommen. Frauen, die diesen Sinn des Lebens aktiv oder aus medizinischen Gründen nicht erleben wollen oder können, kämpfen den Rest ihres Lebens mit dieser verpassten Chance. Es gibt nichts Großartigeres als sein Neugeborenes im Arm zu halten und von diesem Gefühl durchströmt zu werden für dieses kleine Wesen alles, aber auch alles zu geben. Ab diesem Moment gibt es nichts Wichtigeres mehr in unserem Leben. Die Welt dreht sich um dieses kleine hilflose Geschöpf aus meinem Bauch. Und das wird ein Leben lang so bleiben, selbst wenn die Kinder dann einmal erwachsen sind und ihrerseits wieder selber Kinder haben. Ein Kind bleibt immer ein Kind.

Auch unter den Prominenten gibt es mittlerweile viele Spätgebärende.

Allerdings sind die Risiken trotz aller medizinischen Versorgung immer vorhanden. Das Risiko für das Kind wie auch für die ältere Erstgebärende ist erhöht.
Es scheint sich aber das Alter der Erstgebärenden nach hinten zu verschieben.