Gewichtszunahme

Die Wechseljahre bringen eine Reihe von Veränderungen mit sich. Die Auswirkungen können körperlicher wie auch physischer Art sein. In den Wechseljahren, aber auch mit zunehmendem Alter, verändert sich der Stoffwechsel. Jeder Mensch hat einen individuell unterschiedlich arbeitenden Stoffwechsel.  Je älter wir werden, umso mehr verlangsamt sich der Stoffwechsel und wir verbrauchen auch weniger Kalorien.

Je nachdem welcher  Stoffwechseltyp man ist, kann man neigt mehr oder weniger zur Gewichtszunahme neigen.

Frauen und Männer legen mit zunehmendem Alter oftmals ständig an Gewicht zu.
Viele Frauen in den Wechseljahren und ab der Menopause essen weiterhin so wie bisher und nehmen plötzlich an Gewicht zu. Das ist nicht verwunderlich. Durch die stattfindende Hormonumstellung sinkt der Östrogenspiegel.

Die sinkende Produktion von Östrogen macht sich in vielen Bereichen bemerkbar, nicht nur beim Gewicht. Weitere Symptome werden möglicherweise bei Haut, Haaren und den Knochen bemerkbar.

Der Stoffwechsel verlangsamt sich und es werden mehr Fettzellen gebildet
Ab der Menopause klagen viele Frauen über eine Gewichtszunahme

Die Gewichtszunahme passiert normalerweise nicht plötzlich, sondern es ist ein schleichender Prozess.

Eine schlechte Angewohnheit, die sich allmählich in den Alltag eingeschlichen hat, nicht darauf zu achten, wann, was und wieviel man isst. Dazu kommt noch wenig Bewegung. Man nimmt den Aufzug anstatt Treppen zu laufen, fährt jede Station mit der Straßenbahn oder der U-Bahn. Und den Sport, den man früher einmal betrieben hat, ist in Vergessenheit geraten.

Der Blick in den Spiegel zeigt ein wenig schönes Bild. Ein verfettetes Bild meiner Selbst. Wie frustrierend. Was früher knackig war schlaff ist geworden und die Pfunde häufen sich auf den Hüften und dem Bauch. In jüngerem Alter, da hatte man nur einen Bauch von der Schwangerschaft. Und jetzt? Was ist das? Das ist ja ekelhaft! Der Spiegel zeigt gnadenlos eine dicke Frau, da gibt es nichts schön zu reden. Aber genug mit dem Frust und genug mit dem Gejammer, das hilft auch nichts, jetzt besteht echter Handlungsbedarf.

Jahrelang kein Sport oder Bewegung, da ist eine Gewichtszunahme während der Wechseljahre vorprogrammiert.
Ärgerlich ist die allmähliche oder auch plötzliche Gewichtszunahme während der Wechseljahre oder nach der Menopause

Wie kann ich diesen Teufelskreis durchbrechen?

Doch beginnt man zu erkennen, dass man sich viel zu wenig bewegt und macht sich gleichzeitig seiner Essensgewohnheiten bewusst, so ist das der erste Schritt zur Besserung. Natürlich bringt es nichts, alle diese Dinge zu erkennen und nichts zu ändern. Wie gehe ich das Problem an? Was tun? Erkenntnis ist der erste Schritt. Nur dann kann man das Problem bewusst anzugehen.

Erkennen
Analyse
Strategieen entwickeln
Zeitplan entwickeln
Programm aufstellen
Programm Schritt für Schritt einhalten und durchführen

Die Balance von Körper und Seele in den Wechseljahren

In der Zeit der Wechseljahre ist es sehr wichtig die Innere Balance zu bewahren. Yin und Yang befinden sich dann häufig im Ungleichgewicht. Die „Innere Mitte“ muss neu gefunden werden.

Das bedeutet auch sich Zeit nehmen für sich selbst. Ruhe und Entspannung finden und einmal den Blick nach innen richten. Sich selber wieder spüren und sich einfach wohlfühlen in der eigenen Haut. Schließlich werden wir in unsere „Hülle“ hineingeboren und können selbst bestimmen ob wir uns darin wohlfühlen wollen oder nicht. Ändern können wir daran nichts. In den Wechseljahren befinden wir Frauen uns in einem Alter in dem wir wissen, dass wir an bestimmten Gegebenheiten einfach nichts ändern können. Aber wir können uns endlich damit arrangieren und aufhören uns selbst unter Druck zu setzen. Kein Mensch ist perfekt. Mehr Gelassenheit führt zu mehr Großzügigkeit gegenüber sich selber und auch gegenüber anderen.

Durch Atmung zur Ruhe kommen und aus der Stille Kraft schöpfen
In den Wechseljahren durch Entspannung zu mehr Gelassenheit finden

Man kann einfach geniessen nur da zu sein – es geschehen lassen.

Zeit alleine verbringen

Manchmal braucht es nicht viel, einfach nur inne halten und den Atem fließen lassen. Durch ruhiges Atmen kommt der Körper zur Ruhe und es stellt sich ein Zustand der Gelassenheit ein. Gerade dann, wenn die Welt um einen herum tobt und man glaubt es nicht mehr aushalten zu können, sollte man solch eine kleine Pause einbauen.

Das müssen viele Frauen erst wieder lernen. Denn am Ende sind wir alle alleine. Der Ehemann, Partner oder Freund und auch die Kinder und Freunde begleiten uns nur eine zeitlang durch unser Leben. Je besser wir mit uns selbst klar kommen um so besser ist das auch für unser Umfeld.

 

Balance von Körper und Geist
Sind Körper und Geist im Einklang geht es uns gut

 

Die Frauen nehmen wahr, dass ihr Leben nicht unendlich ist. Das kann Panik hervorrufen. Aber die Wechseljahre sind auch eine Chance sich selbst und die eigene Lebenssituation zu überprüfen.
Es gibt Selbstbewusstsein und Kraft, wenn man einmal etwas alleine unternimmt. Man fühlt sich hinterher stark, weil man weiß, dass man es kann.

Wer schon einmal eine Wanderung ganz für sich alleine unternommen hat, weiß wie frei man sich fühlen kann. Keine Unterhaltung mit einer anderen Person, die einen aus der eigenen Gedankenwelt bringt. Niemand der einem Ablenkung bringt. Allerdings kann das auch quälend sein, denn man wünscht sich nichts mehr als mit einem anderen Menschen zu sprechen. Da ist aber niemand mit dem man sprechen kann und das ist auch gut so. Man ist gezwungen seine Umgebung sehr genau wahrzunehmen. Man ist mit sich selbst konfrontiert.

Wahrend ich gehe läuft die Welt an mir vorüber. Im Atmen werde ich gelassen.
Mit dem Gehen kommt die Ruhe und ich atme tief den Duft dieser Welt und laufe mit Gelassenheit meiner Zukunft entgegen.

Im Gehen entsteht ein Rhythmus und auch die Atmung passt sich an. Man muss sich auf den Weg konzentrieren. Man muss sich auf den Weg machen.

Die Gedanken laufen und das Laufen unterstützt diesen Prozess. Nach einer Weile kommt man zur Ruhe. Durch die gleichmäßige Bewegung wird alles stabilisiert. Der Körper schaukelt sich ein. Links – Rechts – alles kommt ins Gleichgewicht – die Bewegung und das Denken.

Gehen ist die ursprünglichste und natürlichste Art der Bewegung. Es macht uns ruhig und glücklich.

Um Körper und Geist in Balance zu halten ist ein regelmäßiges Training erforderlich. Das äußere Gleichgewicht ist Voraussetzung für die innere Stabilität.  Ist der Körper in der Lage das Gleichgewicht zu halten, so hat das für Psyche und Körper einen positiven Effekt. Das Trainieren des Gleichgewichts fordert die Muskeln und fördert gleichzeitig die Konzentration. Gehen, Walken oder Laufen sind nur einige Möglichkeiten um den Körper täglich in Bewegung zu halten. Es gibt gezielte Übungen um den Körper in Balance zu halten. Für das Stehen auf einem Bein oder das Stehen auf den Zehenspitzen werden nicht nur die Muskeln trainiert sondern auch die Konzentration. Je besser wir unser Gleichgewicht schulen um so besser ist das auch für unser Gehirn.

Yoga oder Radfahren sind besonders geeignet um das Gleichgewicht zu trainieren. Beim Stand auf einem Bein ist es normal zu wackeln. Unsere Muskeln gleichen diese Schwankungen aus. Allerdings ist ein schlechtes Gleichgewicht oftmals auch die Folge eines passiven Lebensstils mit wenig Bewegung. Das ist ein Teufelskreis den es unbedingt zu durchbrechen gilt.

 

Was kommt nach den Wechseljahren?

Die Menopause ist dann eingetreten, wenn der Zeitpunkt der letzten Blutung mindestens ein Jahr lang her ist. Dann sind auch die Wechseljahre vorbei. Aber was bedeutet das? Und was kommt danach? Wird alles wieder normal? Diese Fragen quälen viele Frauen. Nein, so wie es einmal war, wird es sicherlich nie mehr sein.

Ist „Frau“ dann alt? Nein, auch das nicht. Muss man sich darauf vorbereiten eine lustige Oma zu werden oder kommt da noch was anderes? Man kann … und ob da noch etwas anderes kommt, hängt letztendlich von der jeweiligen Person ab. Mit der Einstellung zum Leben, mit der Einstellung zum „älter werden“ und zum Alter schlechthin.

Aber immerhin ist endlich Schluss mit den Stimmungsschwankungen und mit dem lästigen Schwitzen? Wenn dieses Tal durchschritten ist kann das Leben wieder weitergehen und es werden noch schöne Jahre folgen.

Ein Problem kann natürlich die Gewichtszunahme bereiten. Unser Körper benötigt im Laufe seines Lebens immer weniger Energie. Aber wir essen weiter so wie immer, was logischerweise zu einer Gewichtszunahme führt. Dieser Kreislauf lässt sich nur durchbrechen, wenn wir uns darüber bewusst werden und dann gegensteuern. Aber ist nicht so einfach, denn dazu gehört jede Menge Disziplin und Mühe.

Von alleine geht es leider nicht. Doch die Mühe ist es wert, denn wir danken es mit unserer Gesundheit. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebserkrankungen, die ausgelöst werden können durch das gefährliche Bauchfett und viele andere Krankheiten die unsere Gesundheit bedrohen, treten möglicherweise erst garnicht auf, wenn wir auf unsere Ernährung und ausreichend Bewegung achten.