Erfahrungsberichte Wechseljahre

Die Wechseljahre genießen, weil man noch keine 60 Jahre alt ist! Wird man schließlich 60 Jahre alt, sollte man sich darüber freuen und nicht in Depressionen verfallen!

Geschichte von betroffenen Frauen in den Wechseljahren und die Wecjseljahre-Symptome
Sichtweise und Perspektive auf die Wechseljahre mit all den Symptomen und begleitenden Krisen

„Hallo Ihr Lieben,

diesen ganzen Wahnsinn mit den Wechseljahren habe ich bereits hinter mir! Ich werde dieses Jahr 60 Jahre alt und glaubt mir dagegen sind die Wechseljahre ein Kinderspiel. Natürlich leide ich nicht mehr unter Hitzewallungen und all den anderen Wechseljahressymptomen, aber 60 Jahre alt zu werden bedeutet doch nochmal etwas anderes. Da kann man schon echt in eine Lebenskrise geraten. Der 60-zigste Geburtstag ist eben kein 50-zigster Geburtstag. Da sind die Wechseljahre endgültig vorbei und mit 60 ist dann endgültig das „Mittelalter“ vorüber. Es beginnt tatsächlich die älteste und letzte Phase im Leben. Als ich in meine Wechseljahre kam, bemerkte ich das erst kaum. So viele Dinge waren rund um mich in Aufruhr und Veränderung, dass ich garnicht wusste wo mir der Kopf stand. Ich empfand es als Geschenk gesund und fit zu sein, da ich mehrere mir sehr nahe stehende Personen mit um die 50 habe sterben sehen. Diese Frauen hätten wahrscheinlich für diese Wechseljahresprobleme nur ein müdes Lächeln übrig gehabt.“

(sagt eine heute sechzigjährige Frau)

 

In unserer Westlichen Welt haben das Älterwerden und das Alter überhaupt keine Wertigkeit mehr.

„Meine Damen,
nur die Jugend zählt und schöne makellose junge Menschen. Schlimm finde ich ja schon, dass die jungen Frauen und Männer einem gewissen Schönheitsideal unterliegen müssen. Wer diesem Bild nicht entspricht, den mag man nicht, der wird ausgeschlossen, der bekommt keinen Job oder weniger Geld etc.
Die Menschheit scheint mir schon bis zu einem gewissen Teil ziemlich verblödet zu sein.

Und erst Frauen die dann älter werden, das ist sozusagen das absolute AUS, ein NOW GO. Ich frage mich wie lange wir das noch ertragen müssen und wie lange sich die Frauen das noch gefallen lassen. Nach diesem Bild darf eine Frau niemals in die Wechseljahre kommen. Es dürfen ihr auch keine grauen Haare wachen und Falten sowieso nicht.

Ich bin voll in den Wechseljahren und wahrscheinlich auch deshalb so aggressiv, aber das muss einfach mal gesagt werden.

Und trotzdem habe ich nicht den Mut meine grauen Haare grau zu lassen und ungeschminkt in bequemen Schuhen auf die Straße zu gehen. Trotz eines guten Selbstbewusstseins und meiner reichlichen Lebenserfahrung.“

(erzählt uns eine Frau mit 53 mitten in den Wechseljahren)

 

Nach zwanzig Jahren Ehe das „AUS“ der Liebe, Leidenschaft und leider auch der Freundschaft.

„Liebe Leidensgenossinnen,

mich hat es besonders hart getroffen. Mein Mann hat einen sehr guten Posten in einer großen internationalen Firma. Er ist in seiner Firma sehr eingespannt und hat nur wenig Freizeit. Wir haben zwei Töchter, die mittlerweile erwachsen geworden sind und beide studieren. Ich arbeite Teilzeit in einem Unternehmen, das Lifestyle-Accessoires vertreibt.

Soweit alles gut! Unser Leben war eigentlich ganz in Ordnung so.

Nur dann fing es an, oder besser gesagt, es kam zu ersten Differenzen und diese Differenzen wurden nach meinem Gefühl auch mit durch die Wechseljahre ausgelöst. Gleichzeitig waren die Mädchen waren gerade mitten in der Pubertät und mein Mann geschäftlich viel unterwegs. Alles entsprach dem Klischee.

Natürlich hatte auch ich Stress in der Arbeit und mein Teilzeitjob weitete sich zu einem Vollzeitjob aus. Abends kam ich gestresst nach Hause und schaffte es kaum noch ein Abendessen auf den Tisch zu bringen.

Die Mädchen wurden heikel und die Figur war wochenlang Thema Nummer 1. Im Kontrast dazu, bekamen sie immer wieder wahre „Fressattacken“ worauf „Sportattacken“ folgten. Ich bekam schon Angst, dass sich das Theater mit dem Essen zu einer Magersucht ausweiten könnte.

In dieser Zeit stritt ich viel mit meinen Töchtern und mir wurde heiß und kalt und ich begann wegen jeder Kleinigkeit zu explodieren.

Mein Mann war wie unsichtbar und kam kaum noch heim, „er müsse so viel arbeiten und schlafe dann gleich im Büro“, sagte er.

Nun begann der Anfang vom Ende …

Ich reagierte aggressiv auf meinen Mann und warf ihm vor, dass er sich  nicht für die Mädchen interessiere und nur immer in seinen Büro seine Zeit verbringe. Daraufhin ging er wieder ins Büro. Erst später bemerkte ich, dass mein Mann ein viel besseres Verhältnis zu seinen Kindern hatte, wie ich.

Kam mein Mann dann immer seltener nach Hause, hatten wir uns nichts zu sagen. Ich flippte aus und machte ihm jede Menge Vorwürfe und begann zu weinen, woraufhin er wieder ging.

Das ging eine zeitlang nur noch so, es kam einfach kein sinnvoll Gespräch mehr zustande.

Auch Sex hatten wir keinen mehr, was vielleicht schon darauf zurückzuführen war, dass ich mich immer mehr isolierte und keine Lust hatte.

All dies brachte ich zu Beginn nicht mit den Wechseljahren in Verbindung, aber heute weiß ich dass dies eine absolut sensible und schwierige Phase im Leben ist. Am Ende haben mich die Wechseljahre zum Teil meine Ehe gekostet. Allerdings liegt die Schuld am Ende unserer Ehe nicht wie das meistens so ist, nicht nur an mir allein.

Doch ich mache mir Vorwürfe, dass ich in diese schwierige Lebensphase so unvorbereitet hineingeraten bin und auch mein Umfeld davon total überrascht wurde. Ich habe weder mit meinen Töchtern noch mit meinem Mann darüber gesprochen.

Allerdings wäre unsere Ehe so oder so nicht mehr zu retten gewesen, denn mein Mann hatte bereits seit geraumer Zeit eine Geliebte. Nun wurde mir auch klar warum er so viel Zeit in seinem geliebten Büro verbracht hatte. Als ich dies durch einen Zufall erfuhr wurde mir schlecht und eine Woge schlug über mir zusammen. Ich taumelte und verlor total den Boden unter den Füßen.

Ich hatte plötzlich alles verloren.“

 

(erzählt Gerda eine Frau mit 51 bei der die Wechseljahre gerade so richtig 
auf dem Höhepunkt angekommen sind)

 

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Es zwickt und zwackt am ganzen Körper und das Gemüt wird ordentlich gebeutelt. Scheinbar grundlos – bis man sich eines Tages eingesteht, dass man ein bestimmtes Alter erreicht hat in dem solche Erscheinungen auftreten.
Das Leben gerät aus dem Tackt und man verlässt das ruhige Gewässer und man wacht auf.

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Mist, ist jetzt alles schon vorbei? Gestern war ich noch jung und plötzlich bin ich älter.