Das Drama mit dem Gewicht

In den Wechseljahren und auch danach nehmen viele Frauen an Gewicht zu. Das ist nichts außergewöhnliches und geht vielen Frauen so. Natürlich hat das auch mit dem Alter zu tun und nicht nur mit den Wechseljahren.

Der Stoffwechsel verändert sich und es werden weniger Kalorien braucht.

Leider bleibt auch der gute Appetit gleich. Und wie sieht es mit Bewegung aus? Auch da kann man sich leicht ertappen. Wie lange ist es her, dass man einen langen Spaziergang gemacht hat oder gar beim Joggen oder Schwimmen war?

Und da ist es, das Bäuchlein, das kein Bäuchlein mehr ist, sondern ein ausgewachsener Bauch.

Frust ist vorprogrammiert.
Ein Blick in den Spiegel und zwar nicht nur von vorne, sondern auch von der verräterischen Seite, bestätigt uns die gnadenlose Wahrheit.

Es ist wie mit einem alternden Baum. Er wächst nicht mehr in die Höhe, aber nimmt immer noch an Umfang zu. Er breitet sich aus. Er wird dicker.
Aus der Sicht des Baumes ist das schön.

Aber bei mir als Frau im fortgeschrittenen Alter?

Sind wir Menschen wie Bäume?
Ältere Bäume wachsen in die Breite

Der Unterschied ist, den korrigen alten Baum finden wir schön, doch eine runzlige alte Frau mit dickem Bauch entspricht bei weitem nicht unserem Verständnis von Schönheit.

Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Ohne sich gleich in dem nächsten Fitness-Studio anmelden zu müssen,  gibt es einige simple Dinge, die man mühelos in den Alltag integrieren kann. Abgesehen davon, dass man das Fitness-Studio vielleicht drei Mal besuchen wird und dann nie mehr hingehen wird, weil man sich nicht aufraffen kann, weil es zu aufwendig ist oder weil man schlichtweg „keinen Bock“ hat.

Das Geld für das Fitness-Studio lässt sich vielleicht besser anlegen in ein Paar bequeme und trotzdem schicke Schuhe.
Und sofort kann man loslegen.

  • Fahrstühle vermeiden und stattdessen Treppen steigen
  • Im Bus oder in der U-Bahn nicht hinsetzen, sondern einfach stehen bleiben
  • Kleine Weg zu Fuß gehen und nicht das Auto nehmen
  • In der Mittagspause einen kleinen Spaziergang machen anstatt sich ins Bistro zu setzen.
  • Bewusst Umwege gehen
  • Übungen für den Rücken, Oberkörper und Nacken im Sitzen, auf einem Stuhl

Natürlich ist nicht immer alles machbar, aber alleine sich bewusst zu machen welche Bewegungseinheiten sich in den Alltag integrieren lassen würden, ist sehr interessant.

Wenn ich will, finde ich überall eine Möglichkeit mich zu bewegen. Es kommt auf mich an.